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Saska

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  • »Saska« ist der Autor dieses Themas

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1

Mittwoch, 7. März 2007, 07:19

Schwerer deutscher Beschuss 1940 ins Elsass

Hallo Zusammen,

Im Fruehsommer 1940 wurden die am Oberrhein stationierten Marinekanonen des Oberrheinischen Westwalls im Zuge des Frankreichfeldzuges aktiv und beschossen das Elsass. Ziele waren Hagenau, Strassbourg, Colmar und Saverne und Muehlhausen. Allerdings ist mir nicht bekannt was man da genau beschossen hat, welche Auswirkungen dies hatte und ob es auch Einsätze direkt gegen die Maginot-Linie gab.

Hat vielleicht irgendjemand schon mal etwas bei seinen Maginotforschungen im Elsass davon gehört?

Bin fuer jeden Hinweis dankbar


Gruesse Saska

2

Mittwoch, 7. März 2007, 13:11

Beschuss durch Marinekanonen

Hallo Saska,

mir ist davon im Oberelsass bisher nichts zu Ohren gekommen.
An sich ging der deutsche Vormarsch ja auch so schnell vonstatten, das man auf die Beschiessung nicht angewiesen war, da keine der Städte intensiv verteidigt wurde.
Oder handelte es sich um Störfeuer direkt nach Ausbruch des Krieges bzw. dem 10.05.1940 ?

Hast du Quellen die dies in irgendeiner Art belegen ?

Gruß,
Torsten

Stutta

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3

Mittwoch, 7. März 2007, 15:14

Zum Ari Beschuß hier in der Pfalz
Es kam auch während der ruhigen Front 30-40 zum Austauch von Feuer. Es wir erzählt, das wenn die Franzosen schießen mußten die von Bitsch hier in Pirmasens angerufen hätten, Zeit und Ziel bekannt gaben und das auch umgekehrt.
So in dem Stiel, Hallo wir schießen ab 13:00 dort hin geht mal bißchen zur Seite.
Von der Eisenbahnlinie LD Weisenburg soll ein Schuß auf Schönburg abgegeben worden sein.
Das änderte sich als die Grenzwacht durch reguläre Truppen abgelöst wurden.
Nach dem Deutschen Angriff gab es auch größere Angriffe über die Grenze hinweg. Obersteinbach Wineckertal Niederbronn.
Schwerer Beschuß mit großen Schäden gab es bis dahin nicht.
Am Rhein war es nicht viel anders.
Ob dann im Sommer geschoßen worden ist, keine Info.

Stutta

Vimoutiers

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4

Mittwoch, 7. März 2007, 16:01

@Stutta
In der Pfalz waren aber keine Marinegeschütze. schokiert_24.gif

Da ich an dem Thema schon längere Zeit arbeite, will ich hier nicht allzuviel dazu sagen. Nur soviel:
Zu den Zielen der Batterien liegen mir die Zielpunkt-Listen vor - und dass geschossen wurde, beweist das angehängte Foto. Die Dächer des Tarn-Bauernhauses wurden durch den Luftdruck beim Abschuss der 17-cm-Kanone abgedeckt - zu sehen ist ein Geschütz der südlichsten Batterie.
»Vimoutiers« hat folgende Datei angehängt:
  • Bauernhof_600.jpg (29,43 kB - 540 mal heruntergeladen - zuletzt: 15. Juni 2019, 06:55)
Gruß
Sebastian

5

Mittwoch, 7. März 2007, 16:38

Marinekanonen

Hi,

das Bild ist wirklich klasse.

Mir war bisher nur Beschuss durch Eisenbahngeschütze bekannt, die 1940 unter anderem aus der Gegend von Lörrach gefeuert haben sollen und aus Ettenheim hinter Lahr.

Gruß,
Torsten

6

Mittwoch, 7. März 2007, 18:20

Hallo zusammen,

Zu Eisenbahngeschützen:

aus Rastatt ist bekannt, dass ein Industriegleis im "Südring" eine Kurve beschrieb. Von einer Lafette auf einem Eisenbahnwaggon montiert, soll Haguenau beschossen worden sein. Die Schussrichtung konnte dadurch bestimmt werden, wie weit der Waggon sich in die Kurve bewegte.

Das Industriegleis wurde im Rahmen der Umgestaltung des "Südrings" teilweise beseitigt, jedoch die "Schienen" mit Steinen als -Denkmal- nachgebildet.

Zu sehen auf Google-Earth
48'' 50' 46.07 N
8'' 12' 39.30 O
Ein kurzes "Gleisstück" sieht man dann von Ost nach West, also quer. Links davon seht ihr dann noch die teils zugewachsene Flankenbatterie der Festung. Der Gleisverlauf kann nach rechts durch den Wald verfolgt werden, bis dieser auf ein heute noch reguläres Industriegleis von DC trifft.

Gruß
Tom
Rastatt: Barockresidenz - Festung - Westwall

Trapper

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7

Mittwoch, 7. März 2007, 20:57

Also laut B.B haben die verbunkerten Batterien nur als
"Vergeltungswaffe" für einen eventuellen Französischen Beschuß auf
Deutschland gedient, was aber nicht zum Tragen kam. Also kein
Einsatz der Marineeinheiten. Bei der Beschießung vom Simserhof
kamen schwere Kaliber zum Einsatz. Aber halt "mobil".
Gruß aus Karlsruhe (Ganz nah am Ettlinger Riegel)

Boris

nikolaj

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8

Mittwoch, 7. März 2007, 21:12

die schoenenbourg wurde regelmäßig beschoßen,
muß mal nachschauen wo die stellung war.

gruß nikolaj

Alex

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9

Mittwoch, 7. März 2007, 23:31

ichhätte noch ein allgemeine frage zum thema: wie viele verbunkerte marinekanonen gab es im westwall und wo standen die bunker? die hardtwaldbatterie hatten wir ja schon besichtigt.

Alex
Ritter der Betonrunde

Saska

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10

Donnerstag, 8. März 2007, 07:17

Hallo Zusammen,

nun das diese Sache so viel Wirbel macht hätte ich nicht gedacht.

Vor ab eine Liste der Batterien

17 cm SKL/40 zu je drei Geschuetzen gab es in:

Hardtwald-Karlsruhe, Urloffen, Kennzingen, Leiselsheim und Feldberg-Gennenbach

24 cm SKL/50 zu zwei Geschuetzen gab es in Oberkirch - Meisenbuehl

30,5 cm SKL/50 zu zwei Geschuetzen in offener Bettung mit angehängten Unterständen gab in Oberkirch - Ottenhöfen

Desweiteren zwei 10,5 cm Marinekanonen, eine davon unter Beton Nähe Kandern und am Isteiner Klotz.

Auch war der Einsatz einer Torpedobatterie am Rhein Richtung Stauwehr Märkt, heftigst diskutiert, dies wurde dann aber zugunsten der 10,5 cm Marinekanone fallen gelassen.


Ueber die Einsätze der Batterien gibt es Zeitzeugen Berichte verschiedenster Art, desweiteren hatte ich das Glueck vor einigen Jahren einige der Geschuetzfuehrer der Batterien zu befragen, bevor diese die Letzte Reise zur grossen Armee angetreten haben.


Die Liste der Zielpunkte, sowie weitere Unterlagen aus dem BaMa liegen mir auch vor. Nur eben die Auswirkungen des Beschusses sind bisher weitgehend unbekannt.

Vielleicht hat ja doch noch jemand etwas davon gehört

Gruesse Saska

Stutta

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11

Donnerstag, 8. März 2007, 07:51

Richtig in der Pfalz waren keine Marinegeschütze. Hier gibt es auch keine größeren Ziele in Reichweite wie am Rhein. Außer Bitsch.

Stutta

Vimoutiers

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12

Donnerstag, 8. März 2007, 17:23

Hier mal zwei Zielpunkte der Batterie Leiselheim
»Vimoutiers« hat folgende Datei angehängt:
Gruß
Sebastian

pavel

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13

Samstag, 23. Juni 2007, 01:20

Servus Leute,

als ich vor ein paar Wochen mal wieder an der Hardtwaldbatterie vorbeigefahren bin, kam mir der Gedanke, was von den anderen Anlagen noch übrig geblieben ist.
Wer weiß, was von den ganzen Batterien noch steht? Vor allem die "großen" bei Ottenhöfen würden mich mal interesieren.

Gruß pavel

hanson001

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Mittwoch, 19. September 2007, 16:55

hallo,

echt interessantes thema... da ich in oberotterbach wohne und auch schon einiges angeschaut habe, u.a. das winzental, eine frage:

wenn im winzental eisenbahngeschütze "versteckt" wurden, wo wurden diese in stellung gebracht um richtung frankreich zu feuern und vor allem auf welche ziele? (hab hier im forum ein ähnliches thema schon gelesen, da ging es um mörser die hier in oberotterbach auf dem damm (richtung schweigen) in stellung gebracht wurden um die schoenebourg zu beschießen...)

@ vimoutiers: kann man von solchen karten evtl ne kopie haben? :roll:
danke schonmal für die infos!
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(© Dr. phil. Michael Richter, (*1952), deutscher Zeithistoriker)

Stutta

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15

Mittwoch, 19. September 2007, 17:31

Also was ich über Geschütze in dem Tal weis, es waren französische und die mussten nicht mehr schießen.
Schönburg soll einmal von LD aus beschossen worden sein. Eisenbahngeschütze konnte sehr große Entfernungen überbrücken, also nicht im Winzental aus.

Walter

hanson001

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16

Mittwoch, 19. September 2007, 17:57

gibt es evtl nen zusammenhang zwischen den geschützen, die im winzental "gelagert" wurden und den Mörserstellungen auf dem Damm bei Oberotterbach?

weiß vielleicht auch jmd, wieviele frz. geschütze in dt. hand waren?
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17

Donnerstag, 20. September 2007, 05:34

@hansoon: Schau mal hier: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.west-wall.de/forum/viewtopic.php?t=93">http://www.west-wall.de/forum/viewtopic.php?t=93</a><!-- m -->

Die Eisenbahngeschütze im Winzental waren frz. Beutegeschütze. Die Mörser auf dem Damm haben den Schoenenbourg beschossen.

MfG
Martin
Wer suchet der findet
Zu erreichen unter Skype: bunker-martin

hanson001

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18

Sonntag, 23. September 2007, 18:02

ok... danke... den beitrag hatte ich auch gelesen, aber ich verstehe dabei nicht, wozu versteckt man die geschütze, anstatt sie zu benutzen?! ist doch eigtl. keine logik... oder?
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Westwall

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19

Sonntag, 23. September 2007, 18:20

Na ja, eigentlich schon. Um diese Eisenbahngeschütze zu benutzen, brauchst Du eine Schiesskurve. Jetzt schau Dir mal die Strecke der Westwallbahn an. Ich glaube, wenn man da noch eine Schiesskurve hingepfrimmelt hätte, hätte das zu lange gedauert und der Nutzen wäre wohl mehr oder weniger gering gewesen.

MfG
Martin
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hanson001

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20

Sonntag, 23. September 2007, 18:24

ok sehe ich ein, das das an der stelle nicht wirklich viel nutzen gebracht hätte, aber die dinger hätten ja auch dort eingesetzt werden können, wo so ne kurve schon gebaut war...

naja... hätte wäre wenn... ist wie mit dem hund und dem hasen... :D
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