Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Forum West-Wall.de. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Steve

Schüler

  • »Steve« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 89

Wohnort: HH

Beruf: Software Entwicklung

  • Nachricht senden

1

Montag, 16. Februar 2009, 21:28

Pulverfabrik Liebenau

Hallo,
hier mal ein kleiner Bericht von einem meiner letzten Ausflüge.

Kein Westwall, aber eine Industrieanlage die einer Festung gleicht, und deren Anfänge sich auch zeitlich zum Westwall einordnen lassen ist die ehemalige Pulverfabrik "Eibia GmbH" in Liebenau (Niedersachen). Die Anlage war der größte Rüstungsbetrieb im 3. Reich.
Das Gelände ist eingezäunt und gigantisch groß. Ein Areal voller Straßen, Gleisen, Tarnbauten, Bunkern, Hallen und sonstigen Gebäuden. Es gibt unheimlich viel zu entdecken.
Das war sicher nicht mein letzter Besuch.
»Steve« hat folgende Dateien angehängt:
  • P2070005.jpg (105,01 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:45)
  • P2070074.jpg (113,87 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:45)
  • P2070010.jpg (66,28 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:45)

Steve

Schüler

  • »Steve« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 89

Wohnort: HH

Beruf: Software Entwicklung

  • Nachricht senden

2

Montag, 16. Februar 2009, 21:34

Bilder cont.
»Steve« hat folgende Dateien angehängt:
  • P2070040.jpg (117,33 kB - 8 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:46)
  • P2070046.jpg (56,46 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:46)
  • P2070050.jpg (94,69 kB - 8 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:46)

Steve

Schüler

  • »Steve« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 89

Wohnort: HH

Beruf: Software Entwicklung

  • Nachricht senden

3

Montag, 16. Februar 2009, 21:39

Bilder cont.
»Steve« hat folgende Dateien angehängt:
  • P2070057.jpg (108,44 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:46)
  • P2070061.jpg (116,33 kB - 9 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:46)
  • P2070062.jpg (111,81 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:46)

Steve

Schüler

  • »Steve« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 89

Wohnort: HH

Beruf: Software Entwicklung

  • Nachricht senden

4

Montag, 16. Februar 2009, 21:44

Bilder cont.
»Steve« hat folgende Dateien angehängt:
  • P2070069.jpg (106,86 kB - 8 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:46)
  • P2070076.jpg (95,96 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:46)
  • P2070082.jpg (113,1 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:46)

Steve

Schüler

  • »Steve« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 89

Wohnort: HH

Beruf: Software Entwicklung

  • Nachricht senden

5

Montag, 16. Februar 2009, 21:52

Bilder cont.
»Steve« hat folgende Dateien angehängt:
  • P2070085.jpg (119,07 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:46)
  • P2070089.jpg (120,87 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:46)
  • P2070090.jpg (98,78 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:46)

Steve

Schüler

  • »Steve« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 89

Wohnort: HH

Beruf: Software Entwicklung

  • Nachricht senden

6

Montag, 16. Februar 2009, 21:55

Bilder cont.
»Steve« hat folgende Dateien angehängt:
  • P2070092.jpg (95,03 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:46)
  • P2070093.jpg (62 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:46)
  • P2070094.jpg (90,07 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:46)

Steve

Schüler

  • »Steve« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 89

Wohnort: HH

Beruf: Software Entwicklung

  • Nachricht senden

7

Montag, 16. Februar 2009, 21:58

Bilder cont.
»Steve« hat folgende Dateien angehängt:
  • P2070095.jpg (52 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:46)
  • P2070100.jpg (83,49 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:46)
  • P2070105.jpg (56,16 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:46)

Steve

Schüler

  • »Steve« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 89

Wohnort: HH

Beruf: Software Entwicklung

  • Nachricht senden

8

Montag, 16. Februar 2009, 22:01

Bilder cont.
»Steve« hat folgende Dateien angehängt:
  • P2070106.jpg (111,22 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:47)
  • P2070109.jpg (69,86 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:47)
  • P2070115.jpg (106,07 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:47)

Steve

Schüler

  • »Steve« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 89

Wohnort: HH

Beruf: Software Entwicklung

  • Nachricht senden

9

Montag, 16. Februar 2009, 22:05

Bilder cont.
»Steve« hat folgende Dateien angehängt:
  • P2070121.jpg (99,19 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:47)
  • P2070122.jpg (104,09 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:47)
  • P2070126.jpg (106,3 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:47)

Steve

Schüler

  • »Steve« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 89

Wohnort: HH

Beruf: Software Entwicklung

  • Nachricht senden

10

Montag, 16. Februar 2009, 22:17

Fortsetzung folgt bestimmt. Wer kennt eigentlich die Anlage oder war schon dort ?
»Steve« hat folgende Dateien angehängt:
  • P2070021.jpg (100,13 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:47)
  • P2070029.jpg (61,72 kB - 8 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:47)
  • P2070037.jpg (41,34 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:47)

11

Montag, 16. Februar 2009, 23:04

Da hast du ja ein interessantes Objekt gefunden, würde mich auch interessieren was dort alles hergestellt wurde. Welche Nachkriegsnutzung ist denn bekannt? Oder gab es keine? Die Rohrleitungen sind mit Sicherheit nicht alle nur für Wasser gewesen. Zur Sprengstoffherstellung benötigt man noch andere Flüssigkeiten. Vielleicht kannst du noch mehr über die Nutzung erfahren und was dort alles hergestellt wurde. Was für dich natürlich von Vorteil ist, ist das dass Werk im 2. Weltkrieg nicht bombardiert wurde und somit Erhalt geblieben ist. Hast du auch Bilder von den Kraftwerken gemacht, welche das Werk mit Strom versorgt haben. Es muss Kohlekraftwerke gegeben haben so wie ein Reservekraftwerk welches mit Dieseln betrieben wurde. Du hattest soweit auch Recht mit den Rohrleitungen, denn das Werk besitzt ein eigenes Wasserwerk. Also ich hoffe das du noch mehr Informationen finden kannst und diese ihr in deinem Beitrag veröffentlichst.
Si vis pacem, para bellum!

Mfg
Michael

Steve

Schüler

  • »Steve« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 89

Wohnort: HH

Beruf: Software Entwicklung

  • Nachricht senden

12

Dienstag, 17. Februar 2009, 11:14

also hergestellt wurden Pulver aller Art, insbesondere Nitroglyzerin. Sicher auch noch mehr
aber da bin ich derzeit noch nicht informiert. Auch kann ich nur vage Angaben über die
Nachkriegsnutzung machen, zum Einen hat die Bundeswehr einen großen Teil genutzt, zum Anderen
hatten die US Streitkräfte während des Kalten Krieges dort ein Sonderwaffenlager. In den letzten Jahren
hat man wohl vergeblich versucht Industrie dort anzusiedeln, bislang aber ohne Ergebnis.

Es wurden einige Bauten bereits gesprengt, das Kraftwerk habe ich nicht gefunden. Ohne Plan
ist es schwierig. Ich werde das Werk auf jeden Fall im Auge behalten und ggfalls Kontakt zu
entsprechenden Personen aufnehmen.

13

Mittwoch, 18. Februar 2009, 18:24

Wie gesprengt? Das lese ich nun überhaupt nicht gerne. Das sollten die aber schnell unterlassen, sonst wird die Anlage noch völlig zerstört. Also wo sich die Kraftwerke befunden haben konnte ich nicht in Erfahrung bringen, nur das es welche gab, auch ein Kraftwerk für den Notstrom. Wenn ich das richtig verstanden habe wurden die Generatoren von Dieseln angetrieben. War die Fabrik an das Bahnnetz der Reichsbahn angebunden, wegen Transport der Rohstoffe und Abtransport der fertigen Güter. Nitroglyzerin ist ein Ausgangsstoff für verschiedene Sprengstoffe, also gab es dort ein Nitrierwerk, dann ist auch Säure durch die Rohre geflossen, Nitriersäure ist der Ausgangsstoff für Nitroglyzerin und Schießbaumwolle, welche dann zu Nitropulver verarbeitet wird.
Si vis pacem, para bellum!

Mfg
Michael

Saska

Profi

Beiträge: 1 367

Wohnort: Von der Arktis bis zum Oberrhein

  • Nachricht senden

14

Mittwoch, 18. Februar 2009, 18:58

Hallo Zusammen

Erst mal an Steve Danke fuer die interessanten Bilder dieses Objektes.

Hat schon jemand mal in Decknamenverzeichnis nachgesehen, das Teil muesste da eigendlich erwähnt sein. Vielleicht hilft der deckname ja auch irgendwie weiter.

Noch ne Frage: Wie siehts oder sah es denn dot ueberhaupt mit Flak Schutz aus? Die hatten doch bestimmt was in der Art dort.

Noch ne Idee zu den (Wasser?) Leitungen- und bitte nagelt mich jetzt nicht gleich an die Wand, denn es ist nur so ein Gedanke:

Wenn dort Sprengstoff hergestellt wurde, könnten es vielleicht und die Betonung liegt bei dem Wort AUCH, Löschwasserleitungen sein?

Wie auch immer, es lohnt da auf jeden Fall weiter zuforschen. Wuerde mich ueber mehr Berichte freuen.

Gruesse Saska
»Saska« hat folgende Datei angehängt:
  • 3.JPG (107,67 kB - 6 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Oktober 2019, 15:48)

Steve

Schüler

  • »Steve« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 89

Wohnort: HH

Beruf: Software Entwicklung

  • Nachricht senden

15

Mittwoch, 18. Februar 2009, 21:46

servus,
ja, die anlage war meines wissens nach an die reichsbahn angeschlossen. das mit löschwasser ist vielleicht gar nicht so schlecht? jedenfalls habe ich unbewußt einige löschteichs wahrgenommen wie auf dem folgenden bild. das gebäude im hintergrund müsste übrigens ein nitrierwerk sein.

zum thema flakschutz kann ich leider nichts sagen.
es soll übrigens auch eine mehrstöckige, unterirdische anlage geben, wo mit besonders gefährlichen stoffen hantiert wurde.
edit v.01: bitte größere attachments zulassen ;)
»Steve« hat folgende Datei angehängt:
  • P2070055.jpg (102,52 kB - 9 mal heruntergeladen - zuletzt: 10. Dezember 2013, 10:33)

Steve

Schüler

  • »Steve« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 89

Wohnort: HH

Beruf: Software Entwicklung

  • Nachricht senden

16

Mittwoch, 18. Februar 2009, 21:50

..
»Steve« hat folgende Datei angehängt:
  • P2070054.jpg (83,35 kB - 3 mal heruntergeladen - zuletzt: 10. Dezember 2013, 10:33)

17

Samstag, 21. Februar 2009, 18:51

Das mit dem Löschwasser ist keine schlechte Idee, da hatte ich gar nicht dran gedacht. Dann haben sie wahrscheinlich auch TNT hergestellt. Ich habe auch dem Bild P2070094.jpg nocht etwas entdeckt, vor dem Gebäude gibt es jede Menge Verteiler, könnte dort unser Kraftwerk in der Nähe sein. Auf jeden Fall lohnt sich das erforschen, das mit der Unterirdischen Anlage wäre denkbar, ich denke aber mehr das dort die besonders Wichtigen Sprengstoffe hergestellt wurden. Um die Produktionsstätten zu schützen hat man viele Nitrierwerke unter die Erde verlagert, auch die Hydrierwerke wurden unter die Erde verlagert.
Si vis pacem, para bellum!

Mfg
Michael

Heinz Becker

Fortgeschrittener

Beiträge: 195

Wohnort: Hochstadt / Pfalz

  • Nachricht senden

18

Sonntag, 22. Februar 2009, 07:59

... Fernheizung - wäre mein Tipp.

Gruß,

Heinz

Stutta

Profi

Beiträge: 1 145

Wohnort: Pirmasens

Beruf: Fotograf

  • Nachricht senden

19

Sonntag, 22. Februar 2009, 14:10

Schaut Euch mal das Lexikon "deutscher Sprengstoffe" an, dann versteht ihr die vielen Leitungen.
Die meisten Stoffe zur Herstellung von modernen Sprengstoffen sind zu einem frühen Zeitpunkt flüssig, und müssen teils drucklos transportiert werden. (Außer Beimischungen wie Stroh oder Sägemehl, was aber nicht zur Streckung diente sondern Teil der Mischung war. Damit nicht gleich wieder Mißverständnisse entstehen)
Das transportieren geschieht durch Leitungen wie sie auf den Bildern zu sehen sind. Ob man sich hier viel Gedanken um Löschwasser gemacht hat glaube ich nicht. Viele der Stoffe darf ich auch nicht mit Wasser zusammen bringen.

Als die Engländer 1945 in Celle ein solche Fabrik abbauen wollten, ist denen die Anlage um die Ohren geflogen. Zuviel Reste in den Leitungen.

Hydrierwerke. Das damals größte in Leuna ist natürlich bombardiert worden. Meine Mutter sagte mir, da brannte der Himmel, und wir wohnten damals über hundert Km entfernt.

Nach dem Kriege sind Altbestände von den gleichen Firmen beseitigt worden, in dem die Bomben und Geschoße mit Dampf erhitzt wurden und der nun wieder flüssige Stoff entnommen werden konnte. Bei den Treibladungen brauchte man das nicht machen. Aber auch da sind einige Mißgeschicke geschehen.

Da brauchste auch kein Löschwasser mehr.

Und beachtet mal die Gebäude. Die flachen Dächer ragen sehr weit über die Grundfläche heraus.

Aber Fernheizung ist nicht schlecht, den das Zeugs muß in der Produktion hin und wieder heiß gemacht werden

Viel Spaß mit den weiter Rätseln.

Walter

20

Sonntag, 22. Februar 2009, 17:31

Wenn ich eure Beiträge so lese würde ich sagen, es ist eine Mischung aus allem. Was die Fernheizung angeht wäre es gut zu wissen wo das Kraftwerk war. Denn dort würde ich sagen laufen die Leitungen für die Fernheizung hin. Walter nicht jedes Pulver explodiert gleich, also etwas zum löschen ist auch dort nötig, oder besser gesagt zum kühlen, damit sich ein Feuer nicht ausbreitet. Nun vielleicht wurde dort auch nichts gesprengt, sondern es hat sich etwas selbst gesprengt? Über eine andere Fabrik welche Unterirdisch war gibt es eine Fernsehen Doku, dort sind auch zum Teil solche Rohre zu sehen gewesen, im Bericht wurde gesagt das dadurch das Toluol geleitet wurde. In dem Werk wurde nur TNT Hergestellt. Es gab dort auch ein Hydrierwerk welches das Toluol lieferte. Dann gab es ein Kanalsystem durch welches die Abfälle geleitet wurden, einer war Bitumen. Bin schon gespannt was du noch alles entdeckst.
Si vis pacem, para bellum!

Mfg
Michael