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Zappo

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1

Sonntag, 12. Oktober 2008, 20:55

Schrankenbunker?

hallo Ihr,

heute bin ich auf ein etwas seltsames Bunkerbauwerk gestoßen. Eingeschossig, mit Schießscharten nach 3 Seiten, und in der Mitte des Bauwerks eine große Öffung mit einer Schrankenanlage.

Aussen eine bequeme Freitreppe, unter dem Treppenpodest eingemauert sowas wie ne Kleinkläranlage oder Zisterne(?) In der Decke( !) mehrere Öffnungen, eine davon ein Mannloch mit Leiter.

Im Nachhinein sieht das für mich so aus, als wenn da mal ein Obergeschoß als Tarnung/Aufenthaltsraum o.ä. draufgestanden hätte.

Ist in unmittelbarer Grenznähe zur Pfalz.
Kennt das jemand - weiß da jemand Näheres ?
Ist das überhaupt Maginot? :oops:

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Gruß Zappo
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Zappo

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2

Sonntag, 12. Oktober 2008, 20:59

..und weiter gehts
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Zappo

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Sonntag, 12. Oktober 2008, 21:01

...und weiter gehts
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Sonntag, 12. Oktober 2008, 21:04

und weiter.........
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5

Sonntag, 12. Oktober 2008, 21:09

ich erkenne eindeutig die Scharten als solche wieder wie sie auch in den Maginot bauten vorkommen.

Ich weiss auch das es der maginot vorgelagert eine Linie mit Grenz- bzw. Alarmposten gab.

Die Mechanik sieht sehr stabil aus, muss eine massive Schranke gewesen sein. Ob man damit Zeit gewinnen wollte? Kann diese Schranke vergleichen mit der Schrankensperre des Westwalls? Die sollte auch leichtesten Panzer standhalten.

Stutta

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6

Montag, 13. Oktober 2008, 14:36

Hallo beisammen.

Ja das gehört dazu, und liegt an einem ehemaligen Grenzübergang. Die Straße war vor den Krieg die Verbindung zwischen zwei Orten.
Nachdem Krieg ist ein großen Waffenlager östlich der Straße errichtet worden und man wollte wohl keine Fahrzeuge am Zaun entlang haben.
Es gab etlich weiter Übergänge in der Nähe die nach dem Krieg nicht wieder eröffnet wurden, aber keiner war so gesichert wie dieser.

Wenige Km weiter nach Westen standen die verrotteten Laternen bis von wenigen Jahren noch mitten im Wald.
Andere Orte die vor dem Krieg nur über Deutschland erreichbar waren aber zu Frankreich gehörten erhielten nach den Krieg neue Zufahrten über französischen Gebiet.

Die Straße sollten vor wenigen Jahren wieder eröffnet werden, das ist zusammen mit den Elsäßern verhindert worden.


Walter

KuGra

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7

Montag, 13. Oktober 2008, 19:08

Maginotlinie - Grenzwachhaus

Es handelt sich einwandfrei um ein "Grenzwachhaus" der Maginotlinie.

Das Haus befand sich auf dem Bunker als Friedensunterkunft. Durch ein Mannloch konnte man von der Friedensunterkunft auch in dem "Keller" der als Bunker ausgebaut war, gelangen.

Das ein "Grenzwachhaus" auch eine "Schranke" hatte ist ja selbst verständlich.

Wo steht denn bitte genau diese Anlage? Wie weit ist die Grenze denn weg?

Gruß KuGra
KuGra

Stutta

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8

Montag, 13. Oktober 2008, 20:19

Die Anlage ist zwar vermüllt aber nicht zerstört, da sollte man hier keine Ort angeben.

Walter

Zappo

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9

Dienstag, 14. Oktober 2008, 08:55

Zitat von »"Stutta"«

Die Anlage ist zwar vermüllt ................
Walter


Also ich war da nicht ganz drin, da ich mit meinen Motorradklamotten etwas "unbeweglich" war, aber vermüllt ist der Bunker eigentlich nicht. Er steht ca. 200 m von der jetzigen Grenze entfernt. Näheres zur Lage nur per PN.

Gruß Z.

Stutta

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10

Dienstag, 14. Oktober 2008, 09:38

Danke Zappo

Eben weil die Anlage nicht so bekannt ist, ist sie auch nicht so furchtbar vermüllt, bin gerne bereit mir bekannte Leute das Ding zuzeigen.

Walter

chrislu

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11

Dienstag, 14. Oktober 2008, 16:12

Hallo ich kenne den auch. Bin da eigentlich recht oft dort und schaue nach, wie des dem kleinen geht.....

Habe mal hier einen link zu You tube:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.youtube.com/watch?v=paRF2ybzEKo">http://www.youtube.com/watch?v=paRF2ybzEKo</a><!-- m -->

(darf man die hier reinsetzen?)

Ist ein kleiner Filmbeitrag über den SImserhof bei Bitch. Am Anfang ist eine Schranke, als Straßensperre zu sehen. Kann aber nicht sagen, ob dort der selbe Typ war.
An der Festung Schoenenbourg ist auch so eine Sperre im Ausenbereich.

Zappo

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12

Dienstag, 14. Oktober 2008, 16:35

@chrislu

Zumindest die Stärke der Stahldrähte kommt mal hin.

Was mich aber auch erstaunt, ist, daß die Schranke nicht rechtwinklig zur Straße bzw. Bunkerwand steht, sondern eher spitzwinklig.

Gruß Z.

deproe

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13

Mittwoch, 22. Oktober 2008, 13:58

@zappo : da haste ja was sehr interessantes + bestimmt auch seltenes entdeckt - gute detaillierte aufnahmen

eventuell gibt es auch noch erhaltenere grenzwachhäuser dieser art?
bis dann gruß deproe

&quot;Nicht kleckern, klotzen!&quot;

KuGra

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14

Freitag, 24. Oktober 2008, 19:33

ML Grenzwachthaus

Hallo Zappo,

kannst du mir bitte den Standort des Grenzwachthauses per E-Mail mitteilen?

<!-- e --><a href="mailto:bunker_fan@web.de">bunker_fan@web.de</a><!-- e -->---Danke

Gruß Kurt
KuGra

KuGra

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15

Samstag, 13. Dezember 2008, 10:35

Hallo deproe,

es gibt noch einige Grenzwachthäuser ....hier ist eines

Gruß KuGra
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KuGra

nikolaj

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16

Samstag, 13. Dezember 2008, 13:27

wenn man von saarbrücken auf der autobahn richtung metz fährt liegt links noch ein erhaltenes grenzwachthäuschen.

gruß nikolaj

17

Montag, 15. Dezember 2008, 16:52

Im französischen nennt mann die doch Maison Forte oder?
Gibt es vielleicht eine Liste mit noch erhaltene Bauwerke?

Ich interessiere mich für allerhand Alarmposten, auch die in Belgien, das waren kleine Barracken aus Holz. Und die standen entlang der Grenze von Moelingen bis Athus.

Mfg,

Andreas
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18

Montag, 15. Dezember 2008, 17:01

Da bin ich schon wieder. Hab da mal gegoogled.
<!-- m --><a class="postlink" href="http://alainlecomte.free.fr/index.htm">http://alainlecomte.free.fr/index.htm</a><!-- m -->
Ich weiss nicht ob ich den Link hinein stellen darf.
Aber hier findet mann eine Liste mit Maison Fortes, einige sind noch erhalten.
Eins ist sogar bewohnt.

Mfg Andreas
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Rübe

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19

Sonntag, 22. Februar 2009, 21:25

Guten Abend zusammen,

ich bin gerade auf den Artikel über die Grenzwachtanlage gestoßen. Es ist aber schon einige Jahre her als ich das letzte Mal dort war. Zu der Frage zur Art der Schrankenanlage kann ich aber sagen, dass es sich bei der Anlage um eine sogenannte Barrage Rapide ähnlich dem Bauwerk am Mt.Genevre in den Alpen gehandelt haben muß. Hier wird die Strassensperre über ein Zahngestänge horizontal über die Strasse bewegt.
Bitte korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber es müsste so sein.

Grüße

Bernd
Viele Grüße

Bernd




Erdarbeiten sind für den Regenwurm angenehmer als angeln

20

Sonntag, 22. Februar 2009, 23:15

Hallo Rübe,
die Frage lässt sich mit einem klaren "jein" beantworten. :wink:

Das Schrankenproblem hängt ein wenig mit der Bauart zusammen. So hatte das Modell in Forbach (gebaut wie der noch existierende Bunker in Rosbruck) das Modell mit der "schnell über die Strasse schieb"-Schranke. Demgegenüber hatte das Bunkermodell welches direkt an der Grenze, z.B. in Spichern stand (von dieser Bauart ist ausser der jetzigen Friedenskapelle in Spichern keiner mehr übrig) eine von innen zu bedienende "hoch-runter" Schranke. Der in Stiring-Wendel hatte gar keine Schranke, ebenso der in Grossblittersdorf an der Brücke.
In anderen Sektoren wie z.B. SFB hatten diese Grenzbunker (z.B.Schreckling) in der Regel gar keine eingebaute Schranke sondern ebenfalls nur zu überwachende Sprengstellen und manchmal eine im freien stehende Schranke.
Mir scheint es so als wäre die Schnellsperre im Sinne der "aus dem Bunker heraus über die Strasse-schieb"-Sperre deutlich seltener gewesen als die "aus dem Bunker heraus hoch- und runter"-Sperre. Am häufigsten war aber wohl das Modell "gar keine aus dem Bunker heraus zu bedienende Schranke". :lol:
Insofern gibt es hier keine klare Antwort die überall passt, daher mein "jein".
Grüße,
Martin

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