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Saska

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1

Samstag, 2. Februar 2008, 19:46

28cm Kuestenhaubitzen Batterie bei Dillingen/Saar

Hallo Bunkerfreaks im Saarland, hier mal eine Anfrage zu euerer Umgebung:

Bei Recherchen zu einem eigendlich anderen Bereich bin ich auf einen Einbaubericht ueber eine Batterie fuer drei 28cm Kuestenhaubitzen bei Dillingen/Saar gestossen. Aufstellung offen in Gruben, fuer Mannschaften und Munition wurden Stollen angelegt.

Das Problem dabei ist: Der einzigste Hinweis bisher auf eine genaue Örtlickeit ist, das die Dillinger Huette 18Km entfernt liegt. Also das hilft natuerlich nicht wirklich weiter.

Hat irgendwer davon schon mal was gehört, hat mehr Infos oder kennt die Örtlichkeiten der ehemaligen Stellung und kann weiterhelfen?


Gruesse Saska

Vimoutiers

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2

Sonntag, 3. Februar 2008, 10:31

Das ist doch das Gebiet der 1. Armee - hast du mal die Karte der Artillerie in diesem Bereich angeschaut? Da gibts nördlich von Dillingen eine Einzeichnung...
Gruß
Sebastian

Saska

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3

Sonntag, 3. Februar 2008, 18:15

In der Tat das ist der Breich dieses AOK. Nun dann werd ich mich mal diesbezueglich unter RH 20 - 1 schlau machen. Besten Dank.

Was ich eben vermutet hatte, war das vielleicht irgend jemand vor Ort mehr dazu wuesste. Die Anlagen sind in dieser einfachen Buweise sicher weg, aber so schwere Geschuetze im Einsatz, das bleibt ja nicht verborgen.

Vielleicht hat doch jemand mal was davon gehört.

Gruesse Saska

4

Sonntag, 3. Februar 2008, 19:18

Hallo,
komme selbst aus Dillingen, mir is so etwas allerdings unbekannt.
Von der Hütte 18km entfernt ist natürlich ein enormer Radius...
Alles was ich in dieser Umgebung kenne sind normale Geschützbatterien.
Vielleicht mal bei der Dillinger Geschichtswerkstatt anfragen...

Grüsse,sandralocke

Vimoutiers

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5

Sonntag, 3. Februar 2008, 19:59

Zitat von »"Saska"«

Nun dann werd ich mich mal diesbezueglich unter RH 20 - 1 schlau machen. Besten Dank.


Die Karte liegt nicht unter der 20-1, aber ich hab leider momentan meine Aufzeichnungen nicht greifbar - dort steht auch die Nummer der Einheit verzeichnet.
Takt. Zeichen ist, wenn ich mich nicht irre

---0--->]

und im 0 ist noch ein Punkt.
Gruß
Sebastian

6

Sonntag, 3. Februar 2008, 22:48

Hallo,
an einer anderen Stelle habe ich mal gelesen, dass diese Stellung nordöstlich von Honzrath gewesen sein soll. Ich habe mir vor einiger Zeit das in Frage kommende Areal angesehen aber leider keine Spuren mehr entdeckt.
Grüsse
Ingo

7

Montag, 4. Februar 2008, 12:49

Hallöle,
Bettinger 1979 schreibt folgendes zu den 3 28cm Küstenhaubitzen der Batterie 724:

Zitat


Ihre Stellung befand sich, nicht näher bezeichnet, 1km südostwärts Honzrath. Vermutlich standen die drei Haubitzen im Bereich des Homerich an einer heute nicht mehr mit letzter Sicherheit festzulegenden Stelle

Nach der Beschreibung von Bettinger wurde alles aus Holz erbaut und sogar Wald zur Tarnung gepflanzt. Wenn man heute noch etwas dort finden müsste, dann einen Rest des extra angelegten über 200m langen Schotterweges von der Straße ab. Ein bis 13 Tonnen belastbarer Schotterweg hält sich ja normalerweise recht gut. Laut der Stellungsskizze aus den Akten des XXXAK lief der Schotterweg von der Straße in süd-östlicher Richtung. Es wurden auch Stollen in den Hang getrieben, dieser Hang muss dann wiederum südlich des Schotterweges gewesen sein.

Würde es mal mit Karte und Luftbild in dem Wald östlich der Strasse Honzrath-Haustadt versuchen.

Viel Glück!

Grüße,
Martin

Vimoutiers

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8

Montag, 4. Februar 2008, 20:05

Laut der Artillerie-Stellungskarte liegt nördlich Hnnzrath die Batterie 727 - takt. Zeichen

---0--->>]

wobei in der Null eine weitere Null mit Punkt liegt (kann ich hier am PC leider nicht darstellen :) )

Und leider hab ich momentan weder die Karte noch den Eintrag von Dillingen verfügbar, aber der war definitiv anders als Honzrath. Vielleicht kann ja jemand etwas zu den takt. Zeichen sagen, wobei die mit den zwei Kreisen mit Punkt und dem Doppelpfeil (Honzrath) schwerer gewesen sein muss als die von Dillingen (nur ein Kreis mit Punkt und einfacher Pfeil).

Mehr hab ich im Moment nicht zu bieten, ich schau aber bei Gelegnheit in die Karte, falls gewünscht.
Gruß
Sebastian

Dr. House

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9

Montag, 4. Februar 2008, 23:22

Vielleicht solltet Ihr wirklich mal bei der Geschichtswerkstatt Dillingen nachfragen, insbesondere bei Stefan Reuter und Johannes Träger. Immerhin haben die schon 2 Bücher zu dem Thema herausgebracht. Die müßten ja Ahnung haben :wink: Ansonsten fällt mir nur eine Person ein, die darüber was wissen könnte, Jörg Fuhrmeister... doch wohl im Saarland die Nummer eins in Bezug auf den Westwall, läßt man mal Dieter Bettinger beiseite...

Und noch ne Persona non grata... :roll:

Gruß vom Oberrhein

Rolf
-Semper Fi-

10

Dienstag, 5. Februar 2008, 20:35

Hallo,
also ich habe da folgendes Problem:
- ich kann keine Abteilung oder Batterie 727 ermitteln, während eine Batterie 724 mit 3x28cm Küstenhaubitzen wohl tatsächlich existiert hat. Hat jemand Infos über eine Batterie 727?

- das Zeichen ---0--->>]
Wenn es zwei Kreise waren mit Punkt würde das schon passen. 2 Kreise mit Punkt, vorne zwei Pfeile ist das Symbol u.a. für eine 24cm Haubitze.

Tja, da wird wohl jemand noch etwas recherchieren müssen.

@ Dr. House, wer ist den die ungratinierte Person? Ist der hier im Forum unbeliebt oder ganz allgemein? :shock:

Ob sich Meister Fuhrmeister mit dem Thema schon befasst hat? So wie ich ihn kennengelernt habe ist so eine Stellung ohne Beton, ohne Bunker, ohne Bauteile mit Seriennummer nicht so sein Ding. :wink:

Grüße,
Martin

Vimoutiers

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11

Dienstag, 5. Februar 2008, 21:03

Ich hab auch noch ein bischen recherchiert und erstmal folgendes klären können:

Die Batterie nördlich von Dillingen ist die 774 mit 4 tschechischen 15 cm Haubitzen M 15
Zwei weitere mit gleicher Ausstattung waren die 772 und 773 bei Mettlach und Hanstadt.

Die 28er Küstenhaubitzen waren wohl die bei Honzradt, nach meinen Aufzeichnungen nördlich davon. Möglicherweise ist mir hier auch ein Übertragungsfehler der Nummer unterlaufen, aber wer schonmal tagelang im Archiv über Karten gelegen ist, kann das vielleicht nachvollziehen. :oops: :)

Da ich das Thema damals nur "am Rande" mitgenommen hatte, habe ich meine Aufzeichnungen bisher noch nicht mit der Originalkarte gegengeprüft. Werde ich aber bei nächster Gelegenheit machen und berichten. In diesem Zusammenhang kann ich die Ortslage der Stellungsartillerie der 1. Armee genauer festhalten - wenn Interesse besteht.
Gruß
Sebastian

12

Dienstag, 5. Februar 2008, 21:12

Zitat


In diesem Zusammenhang kann ich die Ortslage der Stellungsartillerie der 1. Armee genauer festhalten - wenn Interesse besteht.


Aber immer!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :lol:

13

Sonntag, 17. November 2013, 12:16

Re:

Zitat von »"95. Division"«

Hallöle,
Bettinger 1979 schreibt folgendes zu den 3 28cm Küstenhaubitzen der Batterie 724:

Zitat


Ihre Stellung befand sich, nicht näher bezeichnet, 1km südostwärts Honzrath. Vermutlich standen die drei Haubitzen im Bereich des Homerich an einer heute nicht mehr mit letzter Sicherheit festzulegenden Stelle



Genau da haben wir bereits in den neunziger Jahren gesucht und damals nichts finden können !

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14

Sonntag, 17. November 2013, 19:40

Re: 28cm Kuestenhaubitzen Batterie bei Dillingen/Saar

Der Heimatkundeverein Honzrath selbst hat trotz Zeitzeugen genau nix finden können.
Es existiert nur ein Foto, das such ich die Tage mal raus.
Nach der Sprengung sind alle Bunker gleich.

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15

Sonntag, 17. November 2013, 19:51

Re: 28cm Kuestenhaubitzen Batterie bei Dillingen/Saar

[attachment=0]<!-- ia0 -->foto (330).JPG<!-- ia0 -->[/attachment]

aus:
Schommer, Volkmar: Bewegte Jahre: das Haustadter Tal während der NS-Zeit. Der Zweite Weltkrieg im Haustadter Tal und in den angrenzenden Gebieten an der mittleren Saar, Band 2, Merziger Druckerei und Verlag, Merzig, 1997
»B00nfire« hat folgende Datei angehängt:
  • foto (330).JPG (120,57 kB - 107 mal heruntergeladen - zuletzt: 5. August 2019, 10:50)
Nach der Sprengung sind alle Bunker gleich.

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16

Sonntag, 17. November 2013, 22:13

Re: 28cm Kuestenhaubitzen Batterie bei Dillingen/Saar

Das sieht nach feldmäßigen Bettungen ohne Beton aus. Von den Stellungen bleibt dann nur wenig übrig, wenn die Geschütze demontiert sind.

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17

Sonntag, 17. November 2013, 23:03

Re: 28cm Kuestenhaubitzen Batterie bei Dillingen/Saar

Ja, davon geht man mittlerweile aus.
Geschützlafette auf Holzrahmenfundment...da ist nach 70 Jahren nix mehr über
Nach der Sprengung sind alle Bunker gleich.

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surge

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18

Donnerstag, 21. November 2013, 01:53

Re: 28cm Kuestenhaubitzen Batterie bei Dillingen/Saar

Zitat von »"B00nfire"«

Ja, davon geht man mittlerweile aus.
Geschützlafette auf Holzrahmenfundment...da ist nach 70 Jahren nix mehr über

Klar, aber müssten nicht wenigstens Spuren von den Stollen/minierten Anlagen zur Munitionslagerung und Unterkunft zu sehen sein?
Grüße
surge

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19

Donnerstag, 21. November 2013, 12:17

Re: 28cm Kuestenhaubitzen Batterie bei Dillingen/Saar

Da wird noch gesucht.
Das es Stollen gibt gilt laut dem Heimatkundeverein als bestätigt.
Allerdings hat sich die Landschaft dort ziemlich verändert.
Und wer mal in Honzrath war, weiß, dass es dort über 200 Felsenkeller gibt, da den richtigen zu finden ist schwer.
Nach der Sprengung sind alle Bunker gleich.

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surge

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20

Samstag, 23. November 2013, 17:02

Re: 28cm Kuestenhaubitzen Batterie bei Dillingen/Saar

Zitat von »"B00nfire"«

......weiss, dass es dort über 200 Felsenkeller gibt, da den richtigen zu finden ist schwer.

Uiiihhh. :\ Ich verstehe.
Grüße
surge