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1

Montag, 7. Mai 2018, 04:13

Eingang/Hohlgang im Berg in Beckingen?

Hi,
Kennt jmd den betonierten kleinen Eingang in der Felswand Talstraße Beckingen?
Er ist mittlerweile von einem Neubau überbaut worden, zuvor Stand dort der alte Schopp von der Firma Steil.
Nach dem Abriss des Schopps sah man mitten in der Felswand den besagten kleinen Eingang für ein paar Monate bis der jetzige Neubau entstand, unweit des Döner-Ladens.
Gerüchten zufolge sollte das ein über 500m langer Hohlgang zum B-Werk sein, was Ich allerdings für überissen halte.
Vll weiss jmd welchen Eingang ich meine und was das war?

Gruß
HB

2

Montag, 7. Mai 2018, 09:47

Schau dir deinen Benutzernamen an, dann kannst du den Wahrheitsgehalt der Gerüchte sehr gut abschätzen.
Nach der Sprengung sind alle Bunker gleich.

Die Anderen stehen im Saarland

3

Samstag, 12. Mai 2018, 01:57

des weiteren gibt es noch einen Eingang (wozu auch immer) ca. 100m weiter richtung Haustadt der heute von einer Gartenhütte überbaut ist am selben Berg. Und natürlich den halb zugeschütteten Eingang 50m unterhalb des B-Werkes, an dem der Hohlgang zur Panzerkuppel endete, die bei der Sprengung 48 das darunterstehende Haus zerstörte. Seit Jahrzehnten versucht man der Öffentlichkeit diese Dinge zu verbergen. Aber in Beckingen gibt es genug Bürger die davon wissen.
Ebenso ist beim B-werk nur die Hälfte des 1. Stockes gesprengt und der Rest noch unweit unter der Erde erhalten.
Die unteren Etagen stehen voll mit Wasser aber sind erhalten.
Achja der oben genannte Eingang führt vll nicht zum B-Werk aber es handelt sich definitiv um irgendwelche Westwall-Bauten die auf keiner Karte zu finden sind. Im Ort könnten genug Eingesessene diese Gänge sofort zeigen. Man wollte die Sachen bloss gezielt verbergen weil der Gemeinde Wohnblöcke wichtiger waren.
Ich könnte noch lange weiter erzählen... :-)

4

Samstag, 12. Mai 2018, 10:26

In deinem Hohlgang 50m unterhalb des B-Werks war ich bereits drin, und vor mir auch qualifizierte Eingegessene, es handelt sich, wie bei fast allen Hohlgängen in Beckingen (und davon gibt es sehr sehr viele) um zivilen Luftschutz!
Aus militärischer Sicht macht das alleine schon keinen Sinn, denn wer baut einen Eingang zu einem wichtigen Werk VOR die Höckerlinie? Diese beginnt erst auf Höhe des ehemaligen Möbelgeschäfts!
Alle Zeitzeugenberichte (u.A. vom damaligen Wallmeister) und Zeichnungen aus dem Werk, die mir vorliegen, weisen absolut keinen solchen Hohlgang nach! Außerdem sind die Baukosten für das B-Werk Beckingen bekannt, die etwa 50.000 Reichsmark über den Kosten des B-Werk Besseringen liegen. Da ist finanztechnisch (gerade angesichts des Mehraufwandes bei der Erdarbeiten) kein Hohlgang drin.
Mein Zeitzeuge aus Beckingen wohnt seit den 1930er Jahren in der Schweizer Straße, unmittelbar am B-Werk und kennt das Werk sowohl intakt als auch gesprengt.

Das erste Stockwerk des B-Werk Beckingen ist vollkommen zerstört! Das untere Stockwerk wurde 1982 mit Flugasche verfüllt, damit sich kein Wasser oder Schlamm mehr darin sammeln kann, da in 1968 nach starken Regenfällen einiges vom Berg herunterkam. Flugasche wird hart wie Beton, da brauchst du nach nichts zu graben. Zudem wurde das Werk vor der Sprengung durch die Franzosen gründlich geräumt. In der Ruine in den 1950er Jahren waren keine Einbauteile mehr erkennbar.

"Irgendwelche Westwallbauten, die auf keiner Karte sind" sind vielleicht nicht auf deiner Karte, aber du glaubst doch nicht im Ernst, dass irgendein Bunker nicht auf irgendeiner Karte dokumentiert wäre (wir sind schließlich in Deutschland). Es gibt solche Karten, auf denen "geheime" Anlagen verzeichnet sind, auch in Beckingen. Nichts davon steht in Verbindung mit dem B-Werk!

Wenn dir genügend Eingesessene die Hohlgänge zeigen dann bitte, geh raus, mach Fotos und belege deine abstrusen Thesen.
Ansonsten, Entschuldigung, halt den Rand mit deinem unqualifizierten Geblubber!

Hier im Forum sind eine Menge Leute die viel Arbeit und Zeit investieren, am Westwall nach wissenschaftlichen Maßstäben zu arbeiten, ihn sauber zu dokumentieren und die vorhandenen Quellen zu analysieren.
Und dann kommst du und sagst wir hätten keine Ahnung, weil irgendwelche Alten aus Beckingen das Gegenteil behaupten...das ist anmaßend und unverschämt!!!!!
Nach der Sprengung sind alle Bunker gleich.

Die Anderen stehen im Saarland

5

Samstag, 12. Mai 2018, 11:17

na dann kannst du mir ja bestimmt folgende Frage beantworten,
auf der Karte von 1940 ist beim B-Werk nur ein 6-Schartenturm eingezeichnet und 50m unterhalb bloss ein blaues Kästchen ohne Schussrichzung. Laut Bettinger/Büren gab es aber noch einen 3-Schartenturm, der aber auf dieser Karte fehlt.
Die information, dass dieser am Ende des Hohlganges stand habe Ich übrigens vom Heimatverein. Es macht auch Sinn, da man von oben schlecht bis runter auf die Talstraße sieht.
Was stimmt denn nun?

6

Samstag, 12. Mai 2018, 18:34

Zitat

Auf der Karte von 1940 ist beim B-Werk nur ein 6-Schartenturm eingezeichnet und 50m unterhalb bloss ein blaues Kästchen ohne Schussrichzung. Laut Bettinger/Büren gab es aber noch einen 3-Schartenturm, der aber auf dieser Karte fehlt.


Wenn man mit Karten arbeitet, schadet es nicht ab und an einmal in die Legende zu schauen. Ob blaue Karten oder Schwarz-Weiße, das Symbol für ein Werk ist ein Sechsschartenturm mit einem Kästchen! Dass es sich hierbei um eine einzige Signatur handelt sieht man spätestens daran, dass es nur eine Nummer dafür gibt.
Bis auf die Werke, die von den Trierer Fest.Pi.Stäben errichtet wurden (und dem B-Werk Besseringen auf einer Kartenausgabe), haben alle B-Werke diese Signatur. Ob 2 Sechsschartentürme, ein Sechsschartenturm oder ein Drei- und ein Sechsschartenturm spielt keine Rolle, die Signatur ist immer die selbe. Auf der Karte fehlt also absolut nichts!

Der Dreischartenturm war nicht mehr als 20m vom Werk entfernt, wenn nicht sogar an einer Bauwerkskante, wie diverse Fotos und Luftbilder zeigen.

Zitat

Heimatverein


Von welchem Heimatverein??
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Die Anderen stehen im Saarland

sledge

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7

Samstag, 12. Mai 2018, 21:51

In einem anderen Forum hat sich mein leider viel zu früh verstorbener Kollege Sebastian (Vimoutiers) zu einem ähnlichen Thema mal so geäußert:

"Laut Bettinger/Büren (B/B) kostete das B-Werk Besseringen 1.300.000 RM, Das B- Werk Beckingen 1.134.000 plus 280.000 RM für Erdbewegungen. Also insgesamt 1.414.000 RM und somit nur unwesentlich mehr als Besseringen - und damit aus finanzieller Sicht kein Platz für Hohlgang-Spekulationen.

Das B-Werk Beckingen verfügte nicht über zwei 6-Schartentürme sondern über je einen 3- und 6- Schartenturm.

Baubeginn von Beckingen (Nr 37150) war im Frühjahr 1938, am 30.3.1939 war es fertiggestellt.

Desweiteren berichtet B/B von einem Explosionsunglück in Beckingen, bei welchem am 18. März 1945 drei Kinder und ein Mann umkamen. Sie waren auf der Suche nach Lebensmitteln durch den linken Eingang in das offenstehende und verlassene Werk gegangen und hatten unweit des Flammenwerfer-Raumes eine Kerze entzündet, welche wiederum hochexplosive Dämpfe von Flammöl oder Treibstoff zur Explosion brachte.

Und das war es auch schon im Wesentlichen, was B/B zu Beckingen hergibt."

Im B/B Band 1 ist auf Seite 471 folgendes vermerkt: Offenbar wurden sie (die B-Werke) im Zuge der eingeleiteten Verteidigungsmaßnahmen von Soldaten der in ihren Bereichen eingesetzten Infantriedivisionen besetzt. So waren beispielsweise am 28. September 1939 Soldaten des IR 355 der 214. ID im B-Werk in Beckingen/Saar, für welches im Frühjahr 1939 im damals größten Saal der Gemeinde das Richtfest gefeiert worden war. Zu dieser Feier waren alle die Familien eingeladen, bei denen Arbeitskräfte einquartiert waren. Malerarbeiten zogen sich im B-Werk Beckingen übrigens bis zum 31. August 1939 hin und wurden dann durch den Kriegsbeginn jäh unterbrochen.

Im B/B Band 2 wird auf Seite 70 zum B-Werk 929 im Otterbachabschnitt noch diese interessante Erkenntnis hingewiesen: Zwar besaß das Werk wahrscheinlich auch einen Anschluß an das öffentliche Stromnetz, wie es für das B-Werk Beckingen nachgewiesen ist, doch im Ernstfall...

Im B/B werden bei einigen B-Werken Hohlgänge und abgesetzte Türme erwähnt, aber nicht beim B-Werk Beckingen.

Hier noch ein älteres Luftbild.
»sledge« hat folgende Datei angehängt:
Grüsse sledge

Diese Nachricht wurde von meiner Android Mobiltoilette mit kot.de gesendet.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »sledge« (12. Mai 2018, 23:33)


8

Samstag, 12. Mai 2018, 22:33

Ich kenne die Forenbeiträge. Auch damals wurde wild spekuliert.
Nach der Sprengung sind alle Bunker gleich.

Die Anderen stehen im Saarland

9

Sonntag, 13. Mai 2018, 01:02

vom Beckinger Heimatverein. Laut denen endet 50m unterhalb des Werkes der Hohlgang an dessen Ende die Kuppel gestanden haben soll. Wenn das nur ein Stollen war wissen die es wohl nicht besser? Kann ich nicht beurteilen. Allerdings müsste das schon ne ganze Weile her sein dass dort jmd drin war da er zugeschüttet ist und mein Kater sich schon ducken müsste es sein denn man hätte ihn aufgegraben, er liegt allerdings auf Privatgrundstück unmittelbar hinter einem Haus, kann es dir vor Ort zeigen! Der ursprunglich in diesem Beitrag erwähnte Gang von mir ist jedenfalls wesentlich kleiner als die anderen Stollen im Ort die Ich kenne, eher ein Kriechgang. Hätte mich doch sehr interessiert wozu der war.
Ich finde dass auf diesen Luftbildern vom Vermessungsamt die Form des gesprengten B-Werkes sehr merkwürdig aussieht, fast dreieckig, komisch oder?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Haunebu« (13. Mai 2018, 01:25)


10

Sonntag, 13. Mai 2018, 12:51

Auf den 1953er Luftbildern vom LVK ist das B-Werk eine Trümmerwüste!
Daraus eine dreieckige Form abzuleiten ist Unsinn.
Nach der Sprengung sind alle Bunker gleich.

Die Anderen stehen im Saarland

11

Sonntag, 13. Mai 2018, 13:18

hab das hier noch auf Lager, was angeblich das besagte B-Werk darstellt.
Was aber komisch aussieht sind die Scharten der Kuppel sowie das Fernrohr, könnte auch ein Fake sein.
Allerdings sieht man dass das Werk nicht parallel zur Straße stand, sondern um ca. 45 grad gedreht richtung Osten. Das sieht man auch heute noch wenn man sich vor Ort begibt.
Und die behauptungen über Hohlgänge gehen weit auseinander, auch Zeitzeugen scheinen ja sehr widersprüchliche Angaben zu machen. Warscheinlich weil Sie Dinge behaupten die sie selbst nicht besser wissen!
Welchen Hohlgang am B-Werk es gibt und welchen nicht sei mal dahin gestellt, aber einen ca. 50 m langen gerade richtung Talstraße, den gibt es! Gibt in Beckingen genug Alte die als Jugendliche in den 70er Jahren dort noch spielten. Einige derjenigen kenne ich gut da ich in der Marzellusstraße in Beckingen aufgewachsen bin!
»Haunebu« hat folgende Datei angehängt:

12

Sonntag, 13. Mai 2018, 14:40

Ich habe das Foto in deutlich besserer Qualität angefügt. Dieses Foto zeigt den Artilleriebeobachter b51 auf dem Fischerberg! Es handelt sich nicht um das B-Werk, was alleine schon an der völlig falschen Kuppel sofort erkennbar ist! Es handelt sich um eine Artilleriebeobachtungskuppel vom Typ 441P01. Der Ort im Hintergrund ist Düppenweiler.
Es ist klar erkennbar, dass wesentliche Teile eines B-Werkes fehlen, wie z.B. der M19 und der Festungsflammenwerfer. Leute die behaupten, dass dieses Foto das B-Werk zeigt, haben keine Ahnung.
Leider wird sogar eine DVD verkauft, auf der genau dies behauptet wird!!!! Mich ärgert sowas einfach maßlos. Es ist doch nicht zuviel verlangt, sich mit dem Westwall ein wenig zu beschäftigen, bevor man irgendwelchen Unsinn in die Welt setzt.

Auf dem Foto des B-Werk Beckingen, welches ich auch angehangen habe, sieht man, dass das Werk eher in den Berg hineingedreht ist, also völlig anders als hier!
»B00nfire« hat folgende Dateien angehängt:
Nach der Sprengung sind alle Bunker gleich.

Die Anderen stehen im Saarland

13

Sonntag, 13. Mai 2018, 16:17

@B00nfire:
Danke für deine fachlich qualifizierten Aussagen!

14

Sonntag, 13. Mai 2018, 16:21

Soweit so gut, interessiert mich immernoch der Hohlgang/Stollen hinter der alten Firma Steil, auf der Karte des Kamofmittelräumdienstes ist er nicht aufgeführt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Haunebu« (13. Mai 2018, 19:14)


15

Sonntag, 13. Mai 2018, 16:59

@B00nfire:
Danke für deine fachlich qualifizierten Aussagen!


Ich geb mein Bestes!
Nach der Sprengung sind alle Bunker gleich.

Die Anderen stehen im Saarland

16

Montag, 14. Mai 2018, 16:12

Karte des Kamofmittelräumdienstes


Meinst du die Kriegsereigniskarten?
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Die Anderen stehen im Saarland

17

Montag, 14. Mai 2018, 19:36

Interessant, wie der 2. Eingang "zurückgesetzt
" ist, eine Anpassung an die späteren Bauten, bei denen das dann baulich Standard war.
Sind diese Kriegsereigniskarten flächendeckend verfügbar, oder ist das ein Phänomen des Saarlandes?

18

Montag, 14. Mai 2018, 20:10

Der zweite Eingang ist nicht zurückgesetzt!
Es ist ein Tarnnetz gespannt, welches es auf den ersten Blick so erscheinen lässt, als gäbe es Flankierungsmauern.
Man sieht es ganz gut daran, dass hinter dem Soldat am Eingang ein Stuhl steht.

Diese Kriegsereigniskarten kenne ich nur aus dem Saarland, die wurden damals vom Innenministerium herausgegeben.
»B00nfire« hat folgende Datei angehängt:
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Die Anderen stehen im Saarland

19

Montag, 14. Mai 2018, 21:28

Ach ja, lieben Dank ich seh#s. Hatte das, was man von der Wand sieht für eine Stützmauer gehalten, aber der Stuhl passt dann nicht perspektivisch.

Okay, die Karten waren mir nicht bekannt, aber die gibts für BaWü dann wohl auch nicht.

20

Montag, 14. Mai 2018, 23:39

Ja die Karten mit den roten Markierungen die man, zumindest vor 10 Jahren noch, beim Innenministerium kaufen konnte. Diese sind jedoch lange nicht vollständig. Es fehtl z.B. auch der 105d überm Beckinger Bahnhof, vll auch der Grund weshalb dort auch im inneren immernoch die originalen Türen verbaut sind.

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