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Montag, 15. Januar 2018, 23:38

LVZ West - allgemeine Frage

Hallo,
habe mich auch mal auf dieser Seite angemeldet.
Beschäftige mich hauptsächlich mit der LVZ-West, welche auch genau durch meinen Wohnort verläuft.
In Schwarzenbach(Nonnweiler) besitzt mein Opa schon lange Zeit eine Wiese, auf der sich ein Bunker der LVZ befindet(zugeschüttet).
Wem gehört jetzt dieser Bunker rechtmäßig und dürfte man sich als Eigentümer des Grundstücks Zugang verschaffen?
Mit freundlichen Grüßen thx.gif

2

Dienstag, 16. Januar 2018, 07:06

Es ist eher unwahrscheinlich, dass der Bunker deinem Opa gehört.
In der Regel gehören die Bunker dem Staat, auch wenn Sie in einem Privatgrundstück liegen!
Das Ausbuddeln eines zugeschütteten Bunkers ist eine dokumentationspflichtige Ausgrabung, das darfst du also alleine gar nicht machen.
Nach der Sprengung sind alle Bunker gleich.

Die Anderen stehen im Saarland

3

Dienstag, 16. Januar 2018, 20:40

Nicht ganz richtig.
Wir haben einen Bunker ausgegraben und die Aussage der BImA war: Anfrage beim Grundstücksbesitzer.
Der hat sein okay gegeben.
Wollte nur, dass wir ihn danach aufgrund der Verkehrssicherungspflicht wieder zumachen.

War denkmalschutztechnisch unproblematisch, weil der Bunker als "Bodendenkmal" ja in seiner Lage und Dimension unberührt bleibt.

Ist der Bunker denn in besonders gutem Zustand, dass ihr ihn ausbuddeln wollt?

4

Dienstag, 16. Januar 2018, 23:00

Das kommt immer auf das Bundesland an, in wessen Besitz sich die Bunker befinden.
Am Ende tut man sich keinen Gefallen, wenn man Ärger bekommt.
Nach der Sprengung sind alle Bunker gleich.

Die Anderen stehen im Saarland

5

Mittwoch, 17. Januar 2018, 09:04

Ja ist richtig, je nachdem befindet sich der Bunker ja auch in unterschiedlichem Besitz (BImA, BUND...)
Wenn einem das Grundstück nicht gehört, wird es, insbesondere im Wald, sehr ungemütlich werden wenn einen z.B. der Förster entdeckt.
Aber auch hier kann niemand die Konsequenzen vorhersagen, im Huertgenwald kenne ich Reenactement-Typen, die jedes Jahr als Amerikaner verkleidet da Krieg spielen. Die heben Schützengräben aus und "Foxholes" ubd was weiß ich.
Da seuftzt der Förster in der Lokalzeitung, wie schlecht das für seinen Wald ist, denen auf die Füße treten tut er komischerweise nicht... Da fände ich das auch nötig, auf einem Privatgrundstück sollte es aber trotzdem unproblematisch sein, allein schon weil man sich dort stets durch argumentieren rauswinden kann und niemand vorbeikommt, der die Lage einschätzen kann, weil sie eben so schwammig ist.
Ich kann dir keine Rechtsberatung geben, ob das nicht doch irgendwo rechtlich irgendwas tangiert, Konsequenzen wirdt aber keine erwarten müssen, dazu muss dir ja erstmal jemand was nachweisen und da könntest du dich gut argumentierend schon rauswinden

Zappo

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6

Donnerstag, 18. Januar 2018, 22:24

Nun ja, das alles lässt sich rauskriegen und nachfragen. Dann braucht man sich auch nicht irgendwie "rauswinden".
DIE Berührungsängste verstehe ich jetzt nicht ganz.

Gruß Zappo

7

Freitag, 19. Januar 2018, 00:42

Ja absolut, ich finde auch man erreicht immer mehr wenn man die karten auf den Tisch legt.
In diesem Fall ist es sogar gar kein Problem, aber oftmals brauchen manche halt eine Bestätigung dass ihnen nix passieren kann und dass ihnen auch nichtmal unwissende oder böswillige Mitmenschen in die parade fahren können.
Mut zum handeln! :D

8

Mittwoch, 4. April 2018, 12:28

Hallo,

das ist recht einfach zu beantworten. Im Saarland gehören die Anlagen, soweit das Eigentum daran nicht dem Grundstückbesitzer übertragen wurde, dem Bund und werden durch die BIMA verwaltet. Sonderstellung haben die Bunkeranlagen im Saarforst. Das Eigentum an diesen ist in den 50 er Jahren dem Saarforst übertragen worden.

Wie auch immer, kein Grundstückseigentümer ist erst einmal froh, wenn auf seinem Besitz gebuddelt wird, umso mehr in dieser Ecke überall Nationalparks, Landschaftschutzgebiete, Biosphärenreservate, Naturschutzgebiete und was auch immer ausgewiesen sind, was solches grundsätzlich erst einmal ausschließt.

Weiterhin obliegt den Eigentümern die Verkehssicherungspflicht. D.h. die BIMA als Paradebeispiel hat erst einmal immer etwas dagegen das Bunker geöffnet werden, solange diese Verkehrssicherungspflicht nicht geregelt ist, d.h. von dem der öffnet übernommen wird.

Gruß Peter
ehrenamtl. Denkmalbeauftragter für die LVZ West im Saarland

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »petivet« (5. April 2018, 07:41)


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