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Sonntag, 19. Juni 2016, 15:13

Pfahlhindernis

Hier Bilder von einem frischen Fund an einem Pfahlhindernis im Abschnit Rgt.1 vom Pi.Stb. 23.
Es handelt sich um einen 2,50 m langen Pfahl mit ca. 35 cm Durchmesser. Daneben ein Hindernispfahl im eingebauten Zustand.

(Die Bildanhänge wurde von mir am 26.11.17 gelöscht)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »GenInFest« (26. November 2017, 22:22)


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2

Montag, 20. Juni 2016, 07:50

Ein wirklich toller Fund!
Nach der Sprengung sind alle Bunker gleich.

Die Anderen stehen im Saarland

3

Sonntag, 3. Juli 2016, 19:01

Wir suchen weiter, auch wenn es nur fauliges Holz ist ! :)

pierre1978

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4

Dienstag, 5. Juli 2016, 06:35

Ja, wirklich ein schöner Fund.

Anbei mal zwei Fotos von einem Betonfundament für Pfahlhindernisse. Es befindet sich bei Heusweiler.

Leider ist es aufgrund der Vegetation nicht so gut zu erkennen.

Der Durchmesser der Einführungen liegt im Durchschnitt bei Rund 40 cm.
»pierre1978« hat folgende Dateien angehängt:
  • _DSC9327.jpg (129,25 kB - 66 mal heruntergeladen - zuletzt: 12. Juli 2019, 14:00)
  • _DSC9329.jpg (130,77 kB - 55 mal heruntergeladen - zuletzt: 26. April 2019, 00:02)

Zappo

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5

Mittwoch, 6. Juli 2016, 10:22

…mir ist jetzt nicht ganz klar, warum man sowas ausbuddelt? Um ein zugespitztes Stammende zu sehen? Ist das Teil im Boden nicht am besten aufgehoben? Seine Bedeutung und Geschichte besteht doch in der Verwendung innerhalb der Sperre- nicht im Material o.ä.?

Gruß Zappo, nachdenkendlicherweise

pierre1978

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6

Mittwoch, 6. Juli 2016, 11:30

…mir ist jetzt nicht ganz klar, warum man sowas ausbuddelt? Um ein zugespitztes Stammende zu sehen? Ist das Teil im Boden nicht am besten aufgehoben? Seine Bedeutung und Geschichte besteht doch in der Verwendung innerhalb der Sperre- nicht im Material o.ä.?


Diese Argumentation kann ich nachvollziehen.

Für meine Forschungsarbeit finde ich es schon interessant, wie ein solches Hindernis ausgesehen hat. Auch wenn ich unten "nur" die Spitze sehe. Mir reicht es dann aber auch aus, wenn ich einmal ein Exemplar gesehen habe.

Ich bin auch kein Freund davon, alles auszugraben und nachher riesen Löcher im Wald zu hinterlassen. Das ist auch nicht nötig.

Aber so wie es auf dem Foto aussieht, war der Pfahl eh nicht mehr an seinem Ursprungsort und steckte nicht mehr senkrecht im Boden. Sondern er lag wohl waagerecht an der Erdoberfläche und wurde nicht ausgebuddelt oder ausgegraben, sondern maximal etwas freigelegt. Seine ursprüngliche Geschichte stellt der Pfahl somit eh nicht mehr dar. Eine Veränderung der Lage am Fundort erfogte durch dieses Vorgehen ebenfalls nicht.

Das finde ich persönlich absolut okay.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »pierre1978« (6. Juli 2016, 14:54)


Zappo

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7

Mittwoch, 6. Juli 2016, 11:44


Aber so wie es auf dem Foto aussieht, war der Pfahl eh nicht mehr an seinem Ursprungsort und steckte nicht mehr senkrecht im Boden. Sondern er lag wohl waagerecht an der Erdoberfläche und wurde nicht ausgebuddelt oder ausgegraben, sondern maximal etwas freigelegt. Seine ursprüngliche Geschichte stellt der Pfahl somit eh nicht mehr dar. Eine Veränderung der Lage am Fundort erfogte durch dieses Vorgehen ebenfalls nicht.

Das finde ich persönich absolut okay.
Nun, mir gings nicht im entferntesten darum, wer und ob sich da jemand suboptimal verhalten hat oder um irgendwelche Schuldzuweisungen. Aber ich würde mich doch wundern, wenn nicht bekannt wäre, wie tief die Dinger im Boden steckten -ähhh zu stecken hatten- und wie die unten aussehen - es gab ja für alles genaue Vorschriften.


Und so selten sind die ja auch nicht - im Bienwald sind die m.Ws. sogar behinweistafelt :)

Mich würde da schon eher interessieren, wie die die Löcher gegraben haben…..bzw. die grundsätzlich eingesetzten bzw. damals zur Verfügung stehenden Geräte und Maschinen.

Gruß Zappo

pierre1978

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8

Mittwoch, 6. Juli 2016, 12:08

Nun, mir gings nicht im entferntesten darum, wer und ob sich da jemand suboptimal verhalten hat oder um irgendwelche Schuldzuweisungen.


Nein, so habe ich das auch nicht aufgefasst. Eher als kleiner Denkanstoss, den ich gut fand.


Aber ich würde mich doch wundern, wenn nicht bekannt wäre, wie tief die Dinger im Boden steckten -ähhh zu stecken hatten- und wie die unten aussehen - es gab ja für alles genaue Vorschriften.


Natürlich ist das bekannt. Unter anderem gibt es eine Weisung des OKH, B39 e Gen St d.H In Fest IIIb vom 04.12.1937 über den Aufbau eines Kampfwagenhindernisses in leichter und mittlerer Form (Quellen u.a. BArch RH 32/1343)

Und hier kommt jetzt ins Spiel, wieso eine exakte Vermessung dieser Pfähle Sinn macht. Denn nur so weiss ich, mit welcher Art von Hinderniss ich es zu tun habe, was für das Gesamtbild eines Stellungsbereiches interessant ist.


Mich würde da schon eher interessieren, wie die die Löcher gegraben haben…..bzw. die grundsätzlich eingesetzten bzw. damals zur Verfügung stehenden Geräte und Maschinen.


Die Pfähle wurden nicht eingeraben bzw. eingesetzt, sondern sie wurden mittels Pfahlhaube in den Boden gerammt. Je nach Bodenbeschaffenheit waren eiserne Pfahlschuhe notwendig.
Beim mittleren ansteigenden Pfahlhindernis wurden die Köpfe der Pfähle zusätzlich mittels eisernen Kopfringen gegen das Zersplittern gesichert.

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »pierre1978« (6. Juli 2016, 14:55)


Zappo

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9

Mittwoch, 6. Juli 2016, 12:37


Die Pfähle wurden nicht eingeraben bzw. eingesetzt, sondern sie wurden mittels Pfahlhaube in den Boden gerammt. Je nach Bodenbeschaffenheit waren eiserne Pfahlschuhe notwendig.
Beim mittleren ansteigenden Pfahlhinderniss wurden die Köpfe der Pfähle zusätzlich mittels eisernen Kopfringen gegen das Zersplittern gesichert.
…bei eingegrabenen Pfählen hätte ja auch das Anspitzen wenig Sinn gemacht, wenn ichs genau bedenke :)

Gerammt also - je nach Boden Prost Mahlzeit - bei sovielen Dingern.

Gruß Zappo

pierre1978

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10

Mittwoch, 6. Juli 2016, 13:57


Gerammt also - je nach Boden Prost Mahlzeit - bei sovielen Dingern.


Vor allem sprechen wir von einer Einschlagtiefe zwischen 2,20 und 2,30 Meter.

Materialbedarf bei einem leichten Pfahlhinderniss sind pro 100 Meter 312 Pfähle, kosten zwischen 48.000 - 56.000 Reichsmark. Ich glaube ein kleines Einfamilienhaus kostete zu diesem Zeitpunkt um die 40.000 Reichsmark.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »pierre1978« (6. Juli 2016, 14:12)


11

Mittwoch, 6. Juli 2016, 17:04

?mir ist jetzt nicht ganz klar, warum man sowas ausbuddelt?
Meine Bilder zeigen den Pfahl wie er von uns aufgefunden wurde!
Wenn man die Bilder betrachtet sieht man aber auch, daß der Pfahl nicht frisch gezogen ist! :rolleyes:
So liegt er dort entweder seit 1939 oder als er nach 1945 gezogen wurde.

12

Donnerstag, 25. Mai 2017, 11:40

Ein weiteres Pfahlhindernis:

(Die Bildanhänge wurde von mir am 26.11.17 gelöscht)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »GenInFest« (26. November 2017, 22:22)


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13

Donnerstag, 25. Mai 2017, 22:38

Als "Hohlbalken" heute wohl nicht mehr panzersicher ;-)
Nach der Sprengung sind alle Bunker gleich.

Die Anderen stehen im Saarland

14

Sonntag, 26. November 2017, 22:22

Die Bildanhänge wurde von mir am 26.11.17 gelöscht.