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Freitag, 10. Oktober 2008, 00:16

ST. Martin ( Nato Bunker )

Ich bin neu in diesem Forum !

Erst einmal ein großes Kompliment für diese Seiten mit den vielen interressanten Beiträgen.

Ich habe mich hier Bei euch registriert, um zu dem Thema " NATO Bunker St. Martin" meine Meinung und Vermutungen abzugeben.

1. Wie schon in verschiedenen Beiträgen erwähnt, wurde mit dem Bau dieser Anlage ca. 1963 begonnen. Also gehört dieses Thema eigentlich ins
"Cold WAR Forum" und nicht hierher.

2. Ich war in einem NATO HQ Tätig, und kenne daher alle wichtigen "NATO Bunkern" in Deutschland.

3. Ich habe an der Führung am 09.10.08 teilgenommen und war über die Ausmaße dieser Anlage sehr überrascht.

4. Unser Führer ( nicht Hitler ....) erzählte : Dies sollte ein Kommunikationsbunker der NATO werden ! Hä 3000 qm für Kommunikationseinrichtungen ??? Und die Baukosten ca. 8 Millionen Dollar ! Nicht DM !

Was für ein Schwachsinn ! Meine unmaßgebliche Meinung ( Vermutung ) ist, daß diese Anlage als Reparatur- / Instandhaltungsbunker für die damaligen Rakteneinheiten in der Umgebung geplant war.

Begründungen ::

Wenn Baubeginn des Bunkers ca. 1963 war, dann mußte mit der Planung und den Voruntersuchungen des Geländes schon 1960 - 1962 begonnen worden sein. Dies fällt in das Zeitfenster der Kubakrise und die damit verbundene Aufrüstung der BRD mit den "MACE" und später den "MATADOR" Raketen. Diese Einheiten waren teilweise bei Grünstadt
(Quirnheim) und LANDAU / Germersheim AREA aufgestellt. Sie konnten bzw. waren mit Nuclearen Warheads ausgerüstet.

Diese Rakten hatten Ähnlichkeiten mit der V2" und waren rein amerikanische Waffensysteme.

Wo sollten diese Raketen gewartet etc. werden. Im Freien ? Was würde bei einem Unfall im Freien oder in einem Gebäude passieren.

Da passt doch diese Anlage mit dieser Verwendung besser in ein Konzept, als ein Kommunikationsbunker.

......Und dann angeblich 380 Mann Belegschaft geplant. Für Telefonstecker zu stöpseln ?

Kein Natoprojekt !!! Das ergibt sich von selbst. Es gab und gibt noch immer sogenannte Nato Projekte ( NATO INFRASTRUkTUR PRGRAMME ). Dies werden immer in der Landeswährung ausgeschrieben und auch abgerechnet.
Also DM und nicht Dollar, was auf das US Militär hindeutet.

Desweitern Ähnlichkeiten mit DORA ( Nordhausen )

So das wars von meiner Seite mit dem erzählten Unsinn über NATO-BUNKER bei ST. MARTIN !!

PS: Mir bekannte ehemalige NATO Bunker in der Pfalz.

BÖRFINK ( ERWIN ) -- WAR HQ AFCENT
Stillgelegt. Wird angeblich bald Museumsbunker.

KINDSBACH ( CAVE ) -- WAR HQ 4. ATAF ( Da war ich )
** wurde wegen ABC Untauglichkeit aufgegeben ( 2. Welkriegsbunker) Neue Anlage in Ruppertsweiler bei Pirmasens !
Dieser wird gerade Demontiert und dann verschlossen !!!

SEMBACH (ATOC = Allied Tactical Operation Center) ( Da habe auch schon gearbeitet ) wurde auch in Schlaf versetzt..
----------
Und noch was .... Der Brunnen ist ein Brunnen und sonst nichts.

Freue mich auf interressante Beiträge zu diesem Thema

TacEval

2

Freitag, 10. Oktober 2008, 08:21

Re: ST. Martin ( Nato Bunker )

Hallo tacEval,

zunächst mal ein Herzliches Willkommen hier, mich dürftest du schon aus dem CW-Forum kennen.

Zitat von »"TacEval"«


4. Unser Führer ( nicht Hitler ....) erzählte : Dies sollte ein Kommunikationsbunker der NATO werden ! Hä 3000 qm für Kommunikationseinrichtungen ??? Und die Baukosten ca. 8 Millionen Dollar ! Nicht DM !


Wenn du bei der Bundeswehr warst, dann sagt dir ja die Abkürzung GSVBw bestimmt was.
Suche mal nach GSVBw Niederbrombrach und vergleiche das Layout mit der Anlage in St. Martin. Wenn du nix findest sag bescheid, ich schick dir dann die Expose zu.

Zitat


Was für ein Schwachsinn ! Meine unmaßgebliche Meinung ( Vermutung ) ist, daß diese Anlage als Reparatur- / Instandhaltungsbunker für die damaligen Rakteneinheiten in der Umgebung geplant war.

Begründungen ::

Wenn Baubeginn des Bunkers ca. 1963 war, dann mußte mit der Planung und den Voruntersuchungen des Geländes schon 1960 - 1962 begonnen worden sein. Dies fällt in das Zeitfenster der Kubakrise und die damit verbundene Aufrüstung der BRD mit den "MACE" und später den "MATADOR" Raketen. Diese Einheiten waren teilweise bei Grünstadt
(Quirnheim) und LANDAU / Germersheim AREA aufgestellt. Sie konnten bzw. waren mit Nuclearen Warheads ausgerüstet.

Diese Rakten hatten Ähnlichkeiten mit der V2" und waren rein amerikanische Waffensysteme.

Wo sollten diese Raketen gewartet etc. werden. Im Freien ? Was würde bei einem Unfall im Freien oder in einem Gebäude passieren.

Da passt doch diese Anlage mit dieser Verwendung besser in ein Konzept, als ein Kommunikationsbunker.

......Und dann angeblich 380 Mann Belegschaft geplant. Für Telefonstecker zu stöpseln ?


Die Raketen der drei Stellungen welche der Sembach AB unterstellt waren, wurden auch dort gewartet, genauso wie bei den Stellungen rund um die Hahn AB.
Die Raketen von den Stellungen in Bitburg wurden in der "Oberweiß Annex" gewartet, in ganz normalen Hallen ohne spezielle Sicherung.
Wieso sollte dann ausgerechnet in der Pfalz extra eine Stollenanlage eingerichtet werden, um Flugzeuge! zu warten, den was anderes waren die Matador und Mace nicht.
Für die Wartung der Atomsprengköpfe hätte man keinen Stollen gebraucht, das wurde auch in den Sonderwaffenlagern in einfachen Wartungshallen gemacht.

Zitat


PS: Mir bekannte ehemalige NATO Bunker in der Pfalz.

BÖRFINK ( ERWIN ) -- WAR HQ AFCENT
Stillgelegt. Wird angeblich bald Museumsbunker.

KINDSBACH ( CAVE ) -- WAR HQ 4. ATAF ( Da war ich )
** wurde wegen ABC Untauglichkeit aufgegeben ( 2. Welkriegsbunker) Neue Anlage in Ruppertsweiler bei Pirmasens !
Dieser wird gerade Demontiert und dann verschlossen !!!

SEMBACH (ATOC = Allied Tactical Operation Center) ( Da habe auch schon gearbeitet ) wurde auch in Schlaf versetzt..
----------
Und noch was .... Der Brunnen ist ein Brunnen und sonst nichts.


Börfink liegt zwar im Hunsrück aber egal, die restlichen Angaben stimmen soweit nur das die Anlage weitaus mehr Zwecke hatte als nur WHQ AFCENT (CRC, SWHQ CENTAG usw..)

Kindsbach hatte auch mehrere Aufgaben ( COC, ADOC HQ 4.ATAF usw..)
aber das wirst du ja bereits wissen.

Ruppertsweiler bestand aus einer alten Anlage und einer neuen, RI stammt vom Westwall und war lange Zeit das WHQ CENTAG.
Die Neue Anlage (RII) war wohl für das HQ AAFCE geplant, später dann AIRCENT und zuletzt AIRNORTH welche dann auch in RI untergebracht waren, da RII noch im Rohbau war.
Beide Anlagen sind schon seit Anfang 2006 zurückgebaut und versiegelt.
Übrigens war das Grundlayout von RII mit dem in St. Martin sehr ähnlich.

Zu Sembach kann ich nicht viel sagen. da weiß ich nur das was du schon erwähnt hast.

Gruß, Sebi

3

Montag, 13. Oktober 2008, 18:01

Ich wollte nur zu bedenken geben das Kommunikationsanlagen in den 60er Jahren den letzten Jahrhunderts noch sehr groß waren. Die Kuba Kriese könnte es vermutlich zwingend gemacht haben das solche Anlagen unterirdisch montiert werden. Damit sie bei einem Angriff geschützt sind, die Geräte haben zu dieser Zeit noch mit Röhren und elektromechanisch gearbeitet, was schon eine große Stellfläche benötigt hat. Natürlich ist die Wartung von Raketen auch nicht von der Hand zu weisen.
Si vis pacem, para bellum!

Mfg
Michael

Steve

Schüler

Beiträge: 89

Wohnort: HH

Beruf: Software Entwicklung

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4

Freitag, 17. April 2009, 19:29

sagt mal,
ich wollte da in der vergangenheit auch mal ne besichtigung machen, war aber bislang noch nicht drin. ich weiß nicht mal genau wo der ist. über ostern bin ich mal auf gut glück in der gegend rumgefahren und hab das gefunden: ist das der natobunker ?
»Steve« hat folgende Dateien angehängt:
  • P4100633.jpg (36,02 kB - 23 mal heruntergeladen - zuletzt: 10. Januar 2016, 18:52)
  • P4100634.jpg (63,48 kB - 26 mal heruntergeladen - zuletzt: 10. Januar 2016, 18:52)

fritz

Profi

Beiträge: 825

Wohnort: Neustadt Weinstr.

Beruf: Taxikutscher

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5

Samstag, 18. April 2009, 00:28

Jep,das ist er derzeitige Eingang.Führungenwerden gewöhnlich auf der Seite des dortigen Fremdenverkehrsamts bekanntgegeben.
Gruss Fritz

Alex

Meister

Beiträge: 1 716

Wohnort: Speyer

Beruf: Administrator von www.west-wall.de :-)

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6

Samstag, 18. April 2009, 13:42

Kontaktdaten für eine Führung findest du hier <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.maikammer.de/erlebnisland/sehenswertes/st-martiner-bunker.html">http://www.maikammer.de/erlebnisland/se ... unker.html</a><!-- m -->
Ritter der Betonrunde