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21

Dienstag, 17. März 2009, 21:14

Truttmann Seite 221:
Preis für einen Turm 75/33 war gleich dem einer Kasematte mit 3 Kanonen und zwar 11 Millionen. Die CORF hat aber wohl viele der ursprünglich geplanten Kasematten zugunsten von Türmen gestrichen wenn das Gelände den verdeckten Einbau der beachtlich grossen Kasematten nicht erlaubte.

Ausserdem war man sich bewusst dass die Kanonen-Türme durch die Möglichkeit frontal zu wirken erheblich sinnvoller waren als eine Kasematte die zur feindlichen Hauptangriffsrichtung 90Grad versetzt steht. So konnten die 75er Türme auch noch unter anderem gleich zur Panzerabwehr eingesetzt werden.

Man hatte also mit dem Turm nur Vorteile, da hat Schönenburg Glück gehabt!
Grüße,
Martin

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22

Dienstag, 17. März 2009, 21:40

Eine Kasematte mit einem Geschütz weniger wäre wohl nicht viel günstiger gewesen, die Infrastruktur wäre bis auf ein paar Mann Besatzung ja die gleiche geblieben.

Übrigens, laut Jean berhard Wahl sollte neben den 2 Zwillings Arikasematten, ein 7,5 cm Versenkturm und der 135er Versenkturm gebaut werden.
Man hätte also nicht nur die Haubitze gespart sondern statt 2 Kasematten nur einen Versenktum gebaut.

Sofern das stimmt, ist es wpohl klar das es auf jedenfall eine Frage des Geldes war.

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KuGra

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23

Mittwoch, 18. März 2009, 08:41

Hallo Stutta,

Es gehört jetzt zwar nicht hier rein über den Artillerie-Einsatz vom Westwall zu sprechen, aber da Du das Thema weiter oben angesprochen hast, möchte ich doch KURZ darauf Antworten:

Habe gerade meine Archiv-Unterlagen über dieses Thema, oder genauer gesagt, die Richtlinie für den Artillerie-Einsatz am Westwall für mein neues Westwall-Heft berbeitet.
Und da war man der Meinung die Geschütze sind besser im freien Feld aufzustellen als aufwendige Geschützbunker zu bauen. Jedoch sind für das Personal in der näheren Umgebung Bunker vorgesehen gewesen. Die Wechselstellungen waren vorbereitet aber nur ausgepflockt und vermessen.

Weiterhin war ein Netze von B-Stellen und vorgeschobenen Beobachter aufgebaut. Du hast das ja bereits erwähnt. Auch waren sogenannte "Schallmesstrupps" zur Erkennung und Auffindung der feindlichen Artillerie-Feuerstellungen vorgesehen.

Eventuell wäre das ja mal ein neues Thema....

Gruß KuGra
KuGra

Stutta

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24

Mittwoch, 18. März 2009, 15:40

Nun dann weiter unter.

WW allgemein Schaut unter, Ari Aufklärung am WW

deproe

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25

Donnerstag, 19. März 2009, 23:55

Zitat von »"Stutta"«

Zur Frage der Pfeiler.
In Schwemmsanden müssen Bauten gegründet werden, sonst versinken diese wie im Eis.
Da Schönburg in der Bruchzone das Rheingrabens liegt, sollte das keine Überraschung sein.
Das wäre ein wertvoller Hinweis zu Thema gewesen.

Dafür wissen wir nun, das es ein neues Buch gibt, das ist toll.

Wie gut ist eine andere Frage. Vielleicht ist da ja diese Antwort auch drin.
Einen Einblick hatte ich noch nicht.
Hatte mit anderen aus dieser Quelle nicht den besten Eindruck, was sich natürlich bei dem neuen Werk geändert haben kann.
Eine schöne Vorstellung hier im Forum, in lesbarer und betrachtbaren Qualität, wäre mal nicht schlecht.
Vielleicht könnte das mich zum Kauf anreizen.

Walter



mich und eventuell andre würde mehr interessieren, ob jemand von den immensen gründungsarbeiten bilder hat

heutige ähnliche bohrpfahlgründungsarbeiten sind immer noch sehr kostenaufwendig

wie man sagen kann, alles was unter der erde errichtet wird einen höheren kostenfaktor unterliegt - heute wie damals - nichts neues also!
bis dann gruß deproe

&quot;Nicht kleckern, klotzen!&quot;

26

Freitag, 20. März 2009, 01:43

Bilder von den Bauarbeiten würden mich auch interessieren.

Das müssen doch riesige Löcher gewesen sein. So ein Block hat die Grundfläche eines Doppelhauses und ist so gesehen irgendwo 3 bis 4 Stockwerke hoch, dazu den Schacht hinunter zu den Hohlgängen.

Alleine mit den Erdbewegungen hätte man kleinere Hügel bauen können.

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deproe

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27

Freitag, 20. März 2009, 01:55

die anzahl und damit die dichte der bohrungen hängt von der beschaffenheit der bodenschichten ab

auch die länge der bohrpfähle und ihr umfang

faszinierend die dazugehörigen stahlkörbe udn die übergänge zum bau selbst

habe in den 70-igern zu DDR-Zeiten einen etwa 30 x 100 m einfachen bau, der auf schlemmsand errichtet wurde, bei den fundament- und bohrarbeiten beobachten

anerkennung meinerseits für die aufwendigen arbeiten damals, wahrscheinlich schon vor 1930

is denn die unterkante der tiefsten bohrung bekannt ?
bis dann gruß deproe

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KuGra

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28

Freitag, 20. März 2009, 10:18

Schoenenbourg

Hallo auch,

auf den Plan vom Block 4 sind die Betonpfeiler mit 15, 83 m angegeben. Beim Block 5 sind es 16,28 m.

Gruß KuGra
KuGra